Zur Vorbereitung des 27. #EdchatDE: Die Zukunft des Schul»Buches«

futureOfCourseBook

Das passt ja wie die Faust aufs Auge: Am Samstag ging in Stuttgart die Didacta 2014 zu Ende und für den 27. EdchatDE wurde die Frage nach der Zukunft des Schulbuchs gestellt, der Zukunft jenes Mediums des Lernens, das mit dem Etikett Bildung einen hohen Wert zugeordnet bekommt, im Kern aber vor allem ein großer Wirtschaftszweig ist. Hinzu kommt der Klassiker: Es gibt womöglich keine fehlerfreien Schulbücher – und wenn diese als PDF digitalisiert werden, dürfen Sie aufgrund bisheriger Zulassungsverfahren in den Bundesländern nicht verändert und somit auch nicht korrigiert werden!

Nun also versuchen unterschiedliche Verlage geschlossene, ihnen das Copyright durch technische Einschränkungen bei der Nutzbarkeit sicherende System zu entwickeln, die das Schulbuch begleiten sollen. Damit stellt man sich der Realität: Wer heute das Schulbuch etwa durch Bildungsmedien für Smartphones und Tablets ersetzen wollte; wer heute auf Bring Your Own Device Modelle setzen würde, hätte z. B. in Bayern massive Vermarktungsprobleme, weil dort schülereigene Geräte auf dem Schulgelände gesetzlich verboten sind und abgeschaltet sein müssen.

Hat das Schulbuch Zukunft? Und verbaut dessen Zukunft die Zukunftschancen eines ganzen Landes, das in den digitalen Märkten einfach kein Fuß fassen kann? Liegt das Scheitern so vieler deutscher StartUPs auch daran, dass die Bildungslandschaft auf analoge Medien hin ausgerichtet ist?

Die Diskussion verspricht spannend zu werden. Zur Vorbereitung hier nun ein paar Links zum Thema. Es handelt sich dabei um eine Auswahl, die weder Vollständigkeit noch Ausgewogenheit garantiert, aber darauf vertraut, dass Leser und Leserinnen im Kommentar evtl. notwendige Ergänzungen vornehmen.

German Links

Das sieht wenig aus, ist aber eine ziemlich umfrangreiche Textsammlung. – Vielleicht bleibt auch nur Zeit zum Überfliegen, um mit etwas im Vorfeld angeregten Gedanken am Dienstag in die Diskussion ein treten zu können.

Mehr als in der deutschsprachigen Debatte ist die Frage nach der Rolle Schulbücher in der Schule im angelsächsischen Raum viel stärker eine Diskussion um die Rolle von Schule in der Zukunft, um die Zukunft der Schule. Hier also auch noch ein paar Links  aus dieser Diskussion.

English Links

 

Vorabmeldung: Der 28. EdchatDE am 8. April wird ein EdchatDE-Spezial

EdchatDE ist Medienpartner des Frankfurter Educamps vom 11.–13.4.2014. Die Anmeldung läuft. Die Teilnahme ist kostenlos. Zur Vorbereitung dieses Educamps wird es ein EdchatDE-Spezial geben, in dem Themen angerissen, Fragen beantwortet und das Barcamp-Feeling schon ein wenig angestoßen werden soll. Aber auch für Nicht-Teilnehmer des Educamps sollte sich die Teilnahme beim 28. EdchatDE lohnen.

Dann macht das EdchatDE-Team zwei Wochen Osterpause und am 29.4. geht es mit EdchatDE Nr. 29 frisch und gut gelaunt weiter!

Wir freuen uns auf euch!

cc-by-sa #EdChatDE

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Ein Gedanke zu “Zur Vorbereitung des 27. #EdchatDE: Die Zukunft des Schul»Buches«

  1. Sehr gutes Thema! Nur mal am Rande: Die Behauptung

    _“Wer heute das Schulbuch etwa durch Bildungsmedien für Smartphones und Tablets ersetzen wollte; wer heute auf Bring Your Own Device Modelle setzen würde, hätte z. B. in Bayern massive Vermarktungsprobleme, weil dort schülereigene Geräte auf dem Schulgelände gesetzlich verboten sind und abgeschaltet sein müssen.“_

    stimmt nicht ganz. Denn Art. 56 Abs. 5 BayEUG, auf den Ihr Euch wohl beruft, lässt dem Lehrer durchaus Spielraum. Dort heißt es:

    _“(5) 1 Im Schulgebäude und auf dem Schulgelände sind Mobilfunktelefone und sonstige digitale Speichermedien, die nicht zu Unterrichtszwecken verwendet werden, auszuschalten. 2 Die unterrichtende oder die außerhalb des Unterrichts Aufsicht führende Lehrkraft kann Ausnahmen gestatten. 3 Bei Zuwiderhandlung kann ein Mobilfunktelefon oder ein sonstiges digitales Speichermedium vorübergehend einbehalten werden.“_

    Und Satz 2 kann man so interpretieren, dass methodisch-didaktische Entscheidungen ein prinzipielles Verbot aushebeln können. Also: Wer in Bayern BYOD will, kann in Bayern BYOD auch realisieren.

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