Zur Vorbereitung des 37. #EDchatDE: Wissensmanagement

 

EDchatDE Nr 37 Poster

„Das ist ein weites Feld“, könnte der alte Briest aus Theodor Fontanes Roman „Effi Briest“ seufzen, wenn er das Thema dieses EDchatDEs kommentieren könnte. Und schon sind wir mitten im Thema: Es gibt Wissen, wie z. B. solche Zitate, das ist je nach Person, die es sich angeeignet hat, leicht abrufbar und in den entsprechenden Kontexten präsent.

Was aber ist mit all dem Wissen, das weder so lebendig ist, dass man es entspannt dem Gedächtnis anvertrauen kann, noch so tot, dass man sich um die Möglichkeit der Erinnerung nicht kümmern muss? Wie organisiert man Wissen für sich persönlich oder in Institutionen? Wie wird die Weitergabe von Wissen gesichert?

Große Unternehmen haben Wissensmanagement längst etabliert oder zumindest im Bewusstsein. Kleinere bekommen Unterstützung (PDF) von z. B. der Bundesregierung. Aber wer hätte das Wort „Wissensmanagement“ jemals im selbstverständlichen Kontext von Bildungsinstitutionen wie Schulen gehört? Klar, Schulen geht es um die Vermittlung von Wissen, aber die internen Prozesse sind doch oft so, dass man von Wissensmanagement kaum sprechen kann. Es gibt sogar (einzelne?) Lehrer, die nicht mal wissen, wie sie an das für ihre Arbeit rechtliche Wissen ran kommen und damit arbeiten können!

Und jeder Lehrer legt sich eigene Materialsammlungen an, jeder geht auf die Suche, jeder hat seine eigenen Strukturen der Wissensorganisation. Das ist nicht per se schlecht. Das hier in digitalen Zeiten aber enormes Entlastungspotential in der Kollaboration liegt, hat sich noch nicht überall herum gesprochen. 😦

Worum aber geht es bei einer Diskussion um „Wissensmanagement“?:

„Wissensmanagement betrifft den gesamten Betrieb und ergibt sich aus drei Dimensionen: Mensch, Organisation und Technik. Die Dimension Mensch beinhaltet Anregung zum Wissensaustausch, Untersützung des Wissenstransfers, positive Bewertung von Wissens- erwerb und –Weitergabe. Die Organisation hat als Aufgabe Methoden zum Wissenserwerb, – Speicherung und –Transfers zur Verfügung zu stellen und für eine offene Lernkutlur zu sorgen. Die Technik kann durch entsprechende Informations- und Kommunikationssysteme Wissensmanagement unterstützen. Die Qualität und der Erfolg einzelnen Aspekte der jeweiligen Dimensionen werden durch die Geschäftsleitung, MitarbeiterInnenbefragung, monetäre Erfolgsbewertung oder dem Einsatz von Wissenskapitalansätzen beurteilt (Nohr 2001, Barkley et al. 2005).“

Dür, W., Geyer, S., Griebler, R., Mathis, M., (2008): Indikatoren und Messinstrumente für die Gesundheit von SchülerInnen und LehrerInnen. Teilprojekt 3 des Projekts Gesunde Schule, Endbericht der IST-Phase, Forschungsbericht des Ludwig Boltzmann Institutes für Medizin- und Gesundheitssoziologie (LBIMGS): Wien. stab, S. 77 (PDF)

Der EDchatDE ist neugierig auf das konkrete Wissen und die Praxis des Wissensmanagement unter Personen aus der Bildung. Wir freuen uns auf Lehrerinnen und Lehrer, aber auch auf Hochschulmitarbeiter oder gar Wissensmanager aus der Wirtschaft!

Eure Moderatoren,

Torsten (@herrlarbig) und André (@tastenspieler)

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