Zur Vorbereitung des 57. #EDchatDE: Big Data – Chancen und Herausforderungen für Schule und Lehre

[English version below – please scroll down!]

Big Data“ ist der Megatrend in der Wirtschaft. Was werden damit nicht alles für Versprechen bezogen auf die Individualisierbarkeit von Angeboten für Konsumenten gemacht! Doch auch darüber hinaus erhofft man sich eine ganze Menge von großen, Entscheidungen unterstützenden Datenmengen. – Und da ist die Frage schon im Raum: Individualisierbarkeit? Unterstützung beim Finden von Entscheidungen bzw. bei der individualisierten Schullaufbahnberatung über heutige Möglichkeiten des subjektiven Lehrereindrucks hinaus?

Oder ist „Big Data“ gefährlich? Kann man „Big Data in Education“ wirklich umsetzen? Wie verändert sich Untericht?

Es überrascht uns nicht, dass dieses Thema von der EDchatDE-Community für den 57. EDchatDE zum Thema gewählt wurde.

Um die Vorbereitung auf den EDchatDE zu erleichtern, veröffentlichen wir bereits jetzt die Fragen, sodass jede und jeder sich vor dem Chat kompetent für die Diskussion machen kann. (Für uns ist es ein Test, ob das vorherigen Veröffentlichen der Fragen die Diskussion vertieft. Wir sind gespannt, ob sich dieses Vorgehen bewähren wird – oder nicht.)

20.05 Uhr

F1: #BigData, Learning Analytics – von was reden wir da überhaupt und kann es das Lernen und Lehren verbessern? #EdchatDE

20.10 Uhr

F2: Welche technische Ausrüstung brauchen Schulen/Universitäten, damit BigData überhaupt funktionieren kann? #EdchatDE

20.15 Uhr

F3: Do it yourself: Machst du selbst schon Datenerhebung/Analyse? Wie und was bringt es im Hinblick auf Schul/Unterrichtsentwicklung denn?  #EdchatDE

20.20 Uhr (Zusatzfrage & NEUE ZEIT!)

F4: Wie sieht es denn mit dem Datenschutz aus? Was braucht #BigData damit es organisatorisch u. rechtlich im Schulsystem ankommt? #EDchatDE

20.25 Uhr (NEUE ZEIT)

F5: Antworte auf 3 Tweets unterschiedlicher Teilgeberinnen a) zustimmend b) kritisch c) provozierend! #EDchatDE

20.35 Uhr (NEUE ZEIT)

F6: Szenario 2020: Nehmen wir an, wir hätten Tabletklassen, Datenanalysen und Lernplattformen: (Wie) würden sich Lernprozesse verändern?  #Edchatde

20.40 Uhr (NEUE ZEIT)

F7: Ständige Datenanalyse und Vernetzung bedeutet auch lückenlose Überwachung und gläserne Lernende – oder wie siehst du das? #EDchatDE

20.45 Uhr

F8: Welche Anregungen, Fragen hast du sonst noch zum Thema „ #BigData – Chancen und Herausforderungen für Schule und Lehre?“

20.55 Uhr

F9: Im Hinblick der fortgeschrittenen Zeit: Themenvorschläge für das nächste #EdchatDE

Wir freuen uns rege Beteiligung und spanndende Impulse beim 57. EDchatDE „Big Data – Chancen und Herausforderungen für Schule und Lehre“.
eure Moderatoren
Torsten (@herrlarbig) und André (@tastenspieler)

English version (translation: Peter, @vilsrip)

„Big Data“ is the mega trend in economics. What wonderful promises have we heard concerning new ways of individualizing products for consumers.

But apart from that, people hope to get to grips with huge amounts of data that support decision-making. – And we are skeptical: Tailoring products to individual needs? Providing support with making decisions, e.g. with individualized school career planning, beyond what is possible today when teachers judge from their subjective impressions?

Or is „BigData“ dangerous? Can „Big Data in Education“ become reality? How would this change lessons?

We are not surprised at the EDchatDEcommunity’s choice of topic for the 57thEDchatDE: „#BigData – Chances and Challenges for schools and universities“. In order to make it easier for you to prepare for #EDchatDE, we are publishing the questions now (26 hours in advance) so that we all can make ourselves more competent for joining the discussion. (For us, it’s a test whether the publication of questions in advance will help deepen the discussion. We are curious whether this will turn out to have been a success … or not.)

2.05 pm (EST/New York)
Q1: #BigData, Learning Analytics – what are we talking about, and can it improve learning and teaching? #EDchatDE

2.10 pm
Q2: What kind of technical equipment do schools or universities need for BigData to work? #EDchatDE

2.15 pm
Q3: DIY: Are you already collecting & analyzing yr own data? How? What benefit re school development/development of teaching? #EDchatDE

2.20 pm
Q4: How about data privacy? What does it take for #BigData to be accepted in the school system in organizational and legal terms? #EDchatDE

2.25 pm
Q5: Reply to 3 tweets from different participants a) in the affirmative, b) critically, c) provocatively #EDchatDE

2.35 pm
Q6: Scenario 2020: Suppose we had tablet classes, data analyses and learning platforms: (How) would it change learning processes? #EDchatDE

2.40 pm
Q7: Permanent data analysis and interconnectedness also mean close monitoring and privacy loss on the learners‘ side – agreed? #EDchatDE

2.45 pm
Q8: Any other suggestions or questions regarding „#BigData – Chances and Challenges for schools and universities”? #Edchatde

2.55 pm
Q9: Considering it’s almost closing time: Could you suggest a topic for the next #EDchatDE ?

We are looking forward to lively participation and exciting ideas at the 57th EDchatDE on the topic of „Big Data – chances and challenges for schools and universities“.
Your moderators
Torsten (@herrlarbig) and André (@tastenspieler)
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8 Gedanken zu “Zur Vorbereitung des 57. #EDchatDE: Big Data – Chancen und Herausforderungen für Schule und Lehre

  1. Ich finde das Thema – passend – „too big“ für einen EdChat. Ich bin sehr über F1 gespannt und darüber, was die Community darunter versteht. Denke, das wird sehr interessant, aber komplett am Thema selbst vorbei. 

      • „Big Data bezeichnet Daten-Mengen, die zu groß, oder zu komplex sind, oder sich zu schnell ändern, um sie mit händischen und klassischen Methoden der Datenverarbeitung auszuwerten.“ [Quelle: Wikipedia]

        Ich denke, alle Daten, die schulbezogen (oder auch hochschulbezogen?) anfallen, fallen nicht in das Raster. Datenanalysen im klassischen Sinne beziehen sich nicht auf Big Data. Die Datenmengen, die in Schulen anfallen, sind noch erfass- und bearbeitbar. Die großen, unsortierten Daten, also z.B. GPS-Daten der Provider, dazu verbunden Kaufverhalten, Google-History, Anmeldedaten bei diversen Onlineseiten, Bewegungsprofil, Aufnahmen aus Überwachungsanlagen, Einlogpunkte des Providers, verbundene WLANs, gehörte Musik unterwegs (und was die Apps auf dem Smartphone noch so im Hintergrund übermitteln)… auch biometrische Daten (Schuhgröße, Körpergröße, BMI, whatever), Lieblingsfarben etc – das alles fasst Big Data mit ein und noch vieles mehr.

      • Und damit ist auch eine Richtung gewiesen, welche Daten für Bildungszwecke verfügbar sein können / könnten. Deine Vorstellung von dem, was mit BigData in der Schule gemeint sein könnten, nämlich das gewohnte „SmallData“, entspricht nicht meiner Vorstellung. Wie nutzt man augmented reality für Bildung, wie können Bewegungsdaten (z. B. in einem Museum oder auch bei einer Studienfahrt in eine andere Stadt) für Lern/Lehrzwecke genutzt werden? Darüber und noch mehr werden wir in den kommenden Jahren diskutieren. Ich rede nicht von einer Übertragung bisher eh schon anfallender Daten ins Digitale, sondern tatsächlich von BigData. Und unter dieser Perspektive wird das Thema dann schnell verdammt heiß…

      • Hallo Torsten,

        ich muss Euch ehrlich empfehlen: bleibt in der Diskussion bei Learning Analytics. Big Date mit Volume, Variety, Velocity erreicht eine deutsche Schule nicht. Selbst bei englischsprachigen MOOC-Plattformen würde ich anzweifeln, dass die Kriterien erreicht sind, denn dazu müssten alle Lernenden noch immens viele andere Daten ins Netz _verknüpfbar_ einspeisen. Klar könnte man sagen: die Note von Schüler x muss diesmal aber nach oben korrigiert werden, denn gestern Abend hat er den richtigen Lösungsweg noch getwittert, dann aber zu wenig geschlafen und schließlich laut Instagram-Foto heute morgen das Falsche gegessen… oder… aus den Lebensläufen und Aktivitäten der Alumni geht hervor, dass die Lehreinheiten erfolgreich waren… das ist aber auf dem Niveau von Verne, Orwell oder Huxley. Ich glaube nicht, dass Euch das weiterbringen würde SELBST WENN alle TN den Big-Data-Begriff richtig fassen würden (und hier sehe ich die größte Gefahr).

        Learning Analytics dagegen ist realistisch, gegenwärtig und die meisten haben eine nicht ganz falsche Vorstellung davon. So oder so bin ich gespannt auf den edchatDE morgen, mal schauen, ob mir die Umzugskisten eine Teilnahme erlauben.

        LG Anja

      • Der Vorschlag kam von der Community und wurde von der Community gewählt. Entsprechend stellen wir ihm uns. Finde es spannend, wie vergleichsweise viele bei diesem Thema Bedenken anmelden. Es scheint Ängste auszulösen. – Dass es als „Gefahr“ gesehen wird, dass der Begriff möglicherweise nicht richtig verstanden wird, finde ich interessant. Natürlich wird der Begriff – wer hat ihn eigentlich abschließend definiert, denn deine Einwände klingen, als sei diese abschließende Definition (für Bildungskontexte) längst abgeschlossen – vermutlich von vielen nicht so differenziert wahrgenommen werden, wie du dir das wünschst. Warum aber damit nicht gelassen umgehen!?

        Learning Analytics ist harmlos und in meinen Augen entsprechend „langweilig“, wenn ich es neben Big Data stelle. Was aber passiert, wenn Big Data wirklich auf den Lernkontext bezogen wird? Das interessiert mich. Und ich finde es klasse, dass die Community dieses Thema gewählt hat.

        Der Begriff löst „Ängste“ aus. Ich glaube, die Community hat das richtige Thema gewählt 🙂

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