#EDchatDE: Aus aktuellem Anlass…

Wir finden den #EDchatDE großartig. 2013 von André Spang und Torsten Larbig als Format aus den USA nach Deutschland geholt, blüht und gedeiht der Chat, insofern es um Inhalte geht. Am Dienstag, dem 28.02.2017, gehen wir in die 165. Ausgabe.

In den letzten Wochen sind nun vermehrt Forderungen aufgetaucht, dass die Gründer des Chats sich öffentlich zu Fragen äußern sollten, die um ein Buchprojekt herum entstanden sind, das gemeinsam mit allen #EDchatDE-Moderatoren-Teams kollaborativ erstellt wurde. Ausgangspunkt dieser Aufforderungen war eine Kritik, deren Autor aus seiner Rezension den Anspruch ableitete, ein Recht auf eine Reaktion der Kritisierten zu haben. Mittlerweile klingt es aus den zahlreichen Tweets dieses Kritikers zum Thema so, als ob eine Pflicht zur Reaktion bestehe. — Dem üblichen Umgang im Kontext der Rezension von Büchern entspricht dies nicht. Wir können mit der sachlichen und differenzierten Kritik gut leben und sehen keinen Grund, darüber hinaus auf diese ausgewogene Rezension zu reagieren.

Leider wurden im Umfeld dieses Zusammenhangs einige Druck erzeugen sollende Äußerungen gemacht und Aktionen gegen André und Torsten gestartet, die bedauerlicherweise das Vertrauensverhältnis zwischen einzelnen Personen aus den Moderatoren-Teams, die wir nach dem #EDchatDE-Summerspecial Ende August 2015 eingeladen hatten, den #EDchatDE mit zu moderieren, nachhaltig und irreparabel beschädigten. Im Zuge dieser Ereignisse haben sich zudem viele Moderator*innen und Co-Autor*innen des #EDchatDE-Buchs, an die wir im Februar 2016 mit der von fast allen positiv beantworteten Anfrage herangetreten waren, ob sie an diesem Buchprojekt mitarbeiten wollen, aus freien Stücken ebenfalls aus dem #EDchatDE-Team verabschiedet. Das bedauern wir, denn die Arbeit in den vergangenen eineinhalb Jahren wurde durch diese Moderatorenteams großartig mitgetragen. Danke dafür.

Dass wegen seines besonderen Charakters als CC-lizenziertes Werk in einem kommerziellen Verlag das Buch-Vorhaben bis kurz vor der Veröffentlichung auf Wunsch des Verlages nicht kommuniziert werden sollte, wurde übrigens von allen Autor*innen akzeptiert und auch eingehalten.

Der #EDchatDE, wie er heute besteht, ist das Ergebnis einer ständigen Weiterentwicklung des ursprünglichen Konzepts auf der Basis: Try – Fail – Try again – Succeed – Learn – Repeat. Daran und an der Weiterentwicklung des #EDchatDE haben wir auch in Zukunft nicht vor, etwas zu ändern. Konstruktive Anregungen, aber auch Lob und Unterstützung aus der Community und von Dritten, die den #EDchatDE z. B. aus akademisch-wissenschaftlicher Sicht reflektieren, nehmen wir stets wahr, da sie uns dabei helfen, weiterzumachen und besser zu werden.

Nunmehr entwickelt sich und geht der #EDchatDE so weiter, wie er die längste Zeit seiner  Existenz organisiert worden ist: mit einem kleinen, zuverlässig partizipativ kooperierenden und kollaborierenden Team aus Moderatoren, Übersetzern, Tweetsammlern, das Woche für Woche einen großartigen #EDchatDE auf die Beine zu stellen beabsichtigt, an dem teilzugeben wir herzlich einladen, so, wie wir das seit bald vier Jahren an fast jedem Dienstag tun.

Torsten Larbig, André Spang, Peter Ringeisen, Christiane Schicke

@herrlarbig, @tastenspieler, @vilsrip, @frandevol

P.S.: Dass wir an dieser Stelle im Text keine Namen nennen, ist nicht mangelndem Respekt geschuldet, sondern der Möglichkeit, dass die betroffenen Personen mit ihrem Auftritt in diesem Kontext möglicherweise nicht über eine Suchmaschinen-Abfrage (auch noch Jahre später) gefunden werden wollen.
P.P.S.: André kehrt nach einer von einem Autofahrer verschuldeten Zwangspause Ende März aktiv ins Moderatorenteam zurück. Wir wünschen gute Genesung!

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#EDchatDE News – Woche #37

Ja, Woche 37! Es gibt uns bald ein Jahr – da wird es nun mal Zeit für einen Newsletter.

EDchatDE verpasst was nun?

Wer einen EDchatDE verpasst hat muss nicht traurig sein, denn es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, sich über den vergangenen Chat zu informieren.

Ausführliche Informationen über alle EDchatDE-s gibt es im Wiki. Dort findet ihr alle Fragen, alle Tweets, Blogposts und Onlineplakate. Neu hinzugekommen ist im Chat Nr. 37 eine Linksammlung in Form eines Googledoc, das die @frandevol , die auch wöchentlich alle Tweets einsammelt probeweise erstellt hat. Hier geht’s hin.

Smore37-1

Wem dies alles zu lang ist, der kann durch das Smore (=Onlineplakat) scrollen, das von @gcierniak ebenfalls wöchentlich designed wird.

Im Smore des 37. EDchatDE zeigt sich deutlich bei Frage 4 (die sogenannte Provokationsfrage), wie wichtig es ist, die zugehörigen Antwortnummern, z.B. A4 im Tweet einzufügen. Dies scheint bei Frage 4 nicht geklappt zu haben, denn obwohl es bei dieser Frage -wie auch in diesem Fall immer angeregte Diskussionen unter den Teilgeberinnen gibt, sind nur ganze 7 Antworten gezählt worden.

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Erfreulich ist, dass die Interaktion unter den Teilnehmern seit Wochen immer stärker ansteigt. In dieser Woche lag sie bei 68 Prozent!

 

Mikrofortbildungsformate: Der EDchatDE als Prezi im Überblick

Einige von euch haben den Hangout eurer Moderatoren Torsten (@HerrLarbig) und André (@Tastenspieler) im Rahmen des #web20k (Web2.0 Kurs) zusammen mit der Moderatorin @mons7  live mit verfolgt oder die Aufzeichnung hier angesehen.

Im Hangout wollten wir eigentlich eine Prezi zeigen, haben diesen Gedanken dann aber Zugunsten eines Interviews wieder verworfen. Die Prezi wollen wir euch aber dennoch nicht vorenthalten.

Unsere Prezi bietet eine gute Übersicht, über die Entstehung und den Ablauf des EDchatDE.

 

EDchatDE #SummerSpecial

Eure Moderatoren sind auch nur Lehrer 😉 und brauchen mal Pause. Die Sommerferien haben wir uns, genau wie ihr, liebe Teilgeberinnen verdient. Der EDchatDE soll nun aber keine 8 (oder wegen der zeitversetzten Sommerferien in NRW und Hessen sogar 10 Wochen) ruhen. Stattdessen wird etwas ganz Besonderes stattfinden, das EDchatDE #SummerSpecial!

Wir wollen den Chat bewusst öffnen und es anderen Teilgebern ermöglichen, zu moderieren. Zu diesem Zweck haben wir ein Drehbuch und einen Zeitplan entwickelt, in den sich interessierte Moderatorinnen eintragen können. Das Drehbuch soll zum einen dabei helfen, den freiwilligen Moderatoren die Planung des EDchatDE möglichst zu vereinfachen, aber auch sicherstellen, dass das grundsätzliche Format des Chats beibehalten wird.

Die Resonanz auf die Idee des #SummerSpecial war überwältigend. 6 Tage nach der Veröffentlichung des GoogleDocs waren alle 8 Termine mit 16 Moderatoren bereits vergeben. Sehr interessante Teams und spannende Themen sind dabei und wir freuen uns auf euren EdchatDE!

Details werden wir vor Beginn des SummerSpecial in einem gesonderten Post hier beschreiben.

Offene Bildungsformate und Materialien

Der EDchatDE ist ein offenes Bildungsformat, oder besser eine offene, durch die Teilgeber gestaltete From der Lehrerbildung. Er verändert sich ständig, die Themen werden von der Community bestimmt und der entstandene Content, die Planung, die Fragen – all das wird offen kommuniziert und bereitgestellt. Erfreulicher Weise gibt es in Deutschland zunehmend Aktivitäten im Bereich offene Bildungsformate und freie Bildunsmaterialien, wie z.B. die großen Konferenzen zum Thema OER (OERde13 und OERde14 sowie OERkoeln13 und OERkolen14), also auch kleine Formate, wie z.B. der Bildungsäppler, das Bildungskölsch oder nun auch das Bildungspanaché.

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Der #EDchatDE hat ein paar Wochen vor dem ersten Kölner Barcamp zum Thema freie Bildungsmaterialien, dem #OERkoeln13 seinen Anfang genommen und wurde dort auch von Torsten und André in einer Session und einem Interview präsentiert.

Umso mehr freut es uns, dass es auch in diesem Jahr wieder ein Barcamp zum Thema OER in Köln geben wird, das #OERkoeln14. Save the date: 24.10.14

Soweit unsere Infos in dieser Woche, wer noch nicht abgestimmt hat, möge dies bitte hier tun!

Eure Moderatoren,

Torsten & André

Bonsoir Monsieur Martin – rétrospective d’EdchatDé No 30. „LdL“

In diesem Review möchten wir uns herzlich bei Jean-Pol Martin ( @jeanpol ), unserem Gastmoderator des vergangenen EDchatDE Nr. 30 über „Lernen durch Lehren mit neuen Medien” bedanken. Jean-Pol ist der LdL Experte und hatte sich auf unsere Anfrage hin spontan bereit erklärt, den Chat mit zu moderieren und aktiv daran teilzunehmen. Dass die Moderation und Planung eines Chats, die neben der Entwicklung der Fragen auch die genaue Terminierung des Chats als Drehbuch mit Hilfe von Tweetdeck beinhaltet – keine einfache Sache ist, hat Jean-Pol nicht weiter aus der Ruhe gebracht und er hat es bei seiner „Feuertaufe“ hervorragend gemeistert. Im Gegenteil – er war so begeistert, dass er in absehbarer Zeit eine weitere Moderation übernehmen will. Weiter so! Wir freuen uns sehr über Kollaborateure und Unterstützung.

Doch nun zum Smore, das die @gcierniak in gewohnter Routine wieder hübsch angefertigt hat. Das Smore fasst unseren Chat wie immer kurz und knapp zusammen.

Smore30

 

Im EdchatDE Nr. 30 ging es nach dem entspannten Start letzter Woche wieder richtig zur Sache, nicht zuletzt, weil auch einige Teilgeberinnen des diese Woche angelaufenen LdLmooc mit dabei waren. In einer Stunde wechselten 816 Tweets von 60 Teilgebern den Besitzer und erreichten über 1 Million Timelines. #bäm

Smore30-2

 

Während des ganzen getwittere wurden auch wieder viele Links ausgetauscht, dieses Mal 31 an der Zahl.

Wer genau nach lesen will findet alle Dokumentationen, Fragen und Tweets im Detail in unserem Wiki.

Und nun kann wieder abgestimmt werden. Wir sehen uns nächste Woche, Dienstag, 20 Uhr beim #EDchatDE Nr. 31

Torsten und André

To blog or not to blog?

… das war die Frage beim #EDchatDE Nr. 24.

„Als Lehrer bloggen“ wurde von euch in einer spannenden Abstimmung letztendlich ausgewählt. Doch auch die Themen „OER in der Schule”, „Was ist ein guter/schlechter Lehrer“ und „Hausaufgaben oder: Über die Notwendigkeit des einsamen Lernens“ hatten euch sehr angesprochen.

Smore Nr. 24

Smore Nr. 24

Die Abstimmung erzielte eine bis dahin unerreichte Beteiligung von 107 Stimmen! Entsprechend ging es auch beim Chat zur Sache. Hier lieferten sich in den 60 Minuten 59 Teilgebende eine rasante Twitterdiskussion mit insgesamt 739 Tweets die 838000 Timelines erreichten.

Unser Chat hatte, wie jede Woche neue und auch internationale Gäste. Das freut uns sehr! Unter anderem @RafranzDavis, eine der Top-Twitterer und Tech-Bloggerinnen aus den USA war  unserer Einladung gefolgt und gab erneut ein kurzes Gastspiel im Chat.

Am meisten begeistern uns aber die treuen Teilgeber unserer wöchentlichen Lehrerkonferenz. Ihr seid #EDchatDE

Gute Tradition

Neben ihrem Kirschjoghurt fand die @gcierniak auch in dieser Woche wieder Zeit ein tolles Smore zu gestalten.

Dies zeigt uns die unfassbare Anzahl von 60 (!) Tweets mit Links rund um das Thema Bloggen. Sehr informativ!

60 (!) Linktipps und Bilder!

60 (!) Linktipps und Bilder!

Alle weiteren Infos gibt es im EdchatDE-Wiki.

Und natürlich sind wir der Meinung, es muss lauten:

To tweet or not to tweet

– wir sehen uns online am 18.3.14 beim #EDchatDE Nr. 25!

25 x #EDchatDE

25 x #EDchatDE

Neuerungen beim 23. EdchatDE

Das Thema des 23. EdchatDE lautet: „Modelle von Medienberatung – Hilfe zur Selbsthilfe oder externe Kompetenzen nutzen?“

Jetzt mach dich mal auf die Suche, ob du zu diesem Thema ein Bild, ein Video, einen Podcast, Musik oder was auch sonst immer findest. Oder magst du ein Bild, ein Video, einen Podcast, Musik oder was auch sonst immer zu diesem Thema selbst erstellen?

Warum?

Nun: Wir haben den EdchatDE leicht überarbeitet und eine neue Frage eingefügt, die als Frage 4 in den nächsten EdchatDE-Ausgaben regelmäßig auftaucht. Dieses Frage lautet:

F4: Ein Bild (oder Musik/Video) zum heutigen Thema des #EDchatDE

Und diese Frage wird immer um 20:20 Uhr gestellt. Also: Geduld bis 20:20 und dann gibt es ein Feuerwerk von Links, die uns alle Facetten des jeweiligen Themas zeigen. – Das kann verdammt spannend werden!

Es gibt noch weitere Änderungen:

Wir haben den Begrüßungsteil gerstrafft und die Fragen zeitlich so verteilt, dass es für die Teilnehmer am EdchatDE leichter wird, die Fragen nicht zu überlesen. Die Fragen posten wir nunmehr um 20:05 (F1), 20:10 (F2), 20:15 (F3), 20:20 (F4) – 20:30 (F5), 20:35 (F6), 20:45 (F7) und 20:55 (F8 – Themenvorschläge für den nächsten EdchatDE).

Die Dichte der Fragen bedeutet nicht, dass ihr nun weniger Zeit habt, sie mit Inhalten zu füllen, denn natürlich kann man noch Frage 1 diskutieren, wenn Frage 3 schon gestellt ist etc.

 Grund für die Änderungen sind unsere Beobachtungen des Diskussionsverhaltens. Teilweise waren die Abstände zwischen den Fragen messbar zu lang (die Tweetzahl sackte in den letzten 2-3 Minuten vor der nächsten Frage drastisch ab). Außerdem wollten wir unbedingt die Möglichkeit geben, sich mit dem Thema entweder durch Suchen im Netz oder eigene kreative Beschäftigung auseinanderzusetzen. (Neue Frage F4)– Und wir fänden es echt super, wenn die Teilnehmer an dieser Stelle superkreativ mit der Frage umgehen würden!

Wenn ihr weitere Ideen habt, wie wir den EdchatDE vorsichtig weiterentwickeln können – denn eigentlich gefällt er uns ganz gut, so wie er die vergangene Wochen lief –, dann lasst uns das wissen!

CU online,

André & Torsten!

Lernst du noch, oder MOOCst du schon?

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Das Thema des gerade vergangenen, 19. #EDchatDE war: „MOOC? – Eine Chance für Schule und Hochschule im 21. Jahrhundert
Dieser EDchatDE war, genau wie der von letzter Woche ein „transatlantischer Chat“, denn er wurde von der bekannten Shelly S Terrell, der „Webprofessorin“ und Mitgründerin des original Edchat aus USA co-moderiert.

Shelly S Terrell – Thank You!
Dies war uns natürlich ein großes Vergnügen und eine Ehre. Beim 18. EdchatDE moderierte @HerrLarbig zusammen mit @Shellterrell, diese Woche dann @Tastenspieler und @Shellterrell
Wir möchten uns ganz herzlich bei Shelly bedanken, die den edchatDE schon von Anfang an unterstützt hat und für die es auch kein Problem darstellte, dass wir die „Marke Edchat“ eingedeutscht haben.

#Connect & #Share
Den US-Amerikanern scheint es viel stärker um das Teilen von Wissen und die Vernetzung untereinander zu gehen. Dies zeigt die große Zahl der Twitter nutzenden Lehrer und Hochschullehrer und die unfassbare Anzahl an US-EDU-Twitterchats (ca. 300). Dem gegenüber scheint der EdchatDE ein Gänseblümchen zu sein, aber in keinem Fall Käse – wie man im hyperland-blog oder auf heute.de nachlesen kann und, wie uns die begeisterten EdchatDE Nutzerinnen und Nutzer mit ihrer Chat-Treue und ihren Dankestweets zeigen.
Das Konzept scheint auch in DE (= digitales Entwicklungsland) aufzugehen: Ein lockeres, manchmal sehr tiefgründiges, aber immer rasend schnelles Austauschen von Ideen, Anregungen, Links und letztendlich ein Lehrervernetzungstool und Kollaborationsplatform – genau wie es auch MOOCs sein können. Ein Tool zum „Lernen in der digitalen Gesellschaft“.

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#Collaborate – wie am Schnürchen, made in Germany
Unser EDchatDE-Team und die gesamte Community kollaboriert nun auch schon seit 18 Sitzungen ganz hervorragend.
Und das geht so:
1. Am Ende des Chats schlagen die Teilgeber neue Themen vor
2. @Herrlarbig stellt diese zu trefflich formulierten, tweet-fähigen Themenvorschlägen zusammen und mailt dies an @Tastenspieler
3. @Frandevol sammelt mit googledrive die tweets des vergangenen Chats ein und schickt eine Excel-Datei an @Tastenspieler, der diese in googledrive hochlädt und als Protokoll ins Wiki einbindet
4. @Tastenspieler generiert aus den Themenvorschlägen eine Umfrage die im Blog veröffentlicht wird
5. die Community stimmt über das neue Thema ab
6. @Gcierniak erstellt aus dem gerade vergangenen Chat eines ihrer wunderbaren Smore-Plakate
7. das Thema steht einen Tag vor dem neuen Chat fest. @Herrlarbig und @Tastenspieler entwickeln die Fragen zum Thema in einem googledoc
8. in der Nacht vor dem nächsten Chat übersetzt @Vilsrip die Fragen und das Chatthema ins Englische
9. Den Rest kennt ihr….

Der #EdchatDE: ein mini-MOOC?!

CU online,

Sharing is Caring!

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(Zukunfts)Gedanken zum #EDchatDE No6

Der sechste #EDchatDE zum digitalen Workflow hatte für mich etwas Spannendes in sich. Meine (ersten) Gedanken dazu teile ich in diesem Gastbeitrag, den ich auch mit

  1. „Wider dem Tool-Wahn“ betiteln hätte können oder auch
  2. „I hate lists“ ;-).

Habe ich aber nicht gemacht, weil ich sowohl Tools wichtig finde als auch Listen und nicht missverstanden werden will.

Besonders wurde dieser Chat für mich nicht allein nur durch die Möglichkeit ein Badge zu erwerben oder mich dagegen zu entscheiden – dafür Dankeschön und das Thema ist auf jeden Fall auch einen Beitrag wert! – sondern weil die Herren Moderatoren die F5/Q5 an die Community gestellt haben „Was haltet ihr davon, wenn wir eine Tool-Database anlegen? Wer macht es und wie? #EdChatDE (AS)„. Wie man anhand der Antworttweetzahlen (mit 43 direkten A5-Tweets die höchste Antwortrate an diesem Abend) sehen kann, wurde diese Frage von den Teilgebern auch aktiv bezwitschert. Allerdings schienen doch einige von der Idee einer Tool-Database nicht überzeugt zu sein, ganz abgesehen von der noch ungeklärten technischen Umsetzung (GoogleDoc oder doch lieber ganz anders?).

Ich finde die Frage besonders, weil sie der Ausgangspunkt eines größeren kollaborativen online-Lern-Projektes sein könnte (ist?) – ganz ohne MOOC zu sein!

Exkurs

Beim weiteren Nachdenken über die Frage musste ich an Erzählungen von einer Kollegin aus Norwegen denken. Die Norweger haben z.B. eine zentrale Hompage zu elearning, Bildung und Kompetenzen mit mittlerweile fast 10.000 Mitgliedern. Dort wird zentral eifrig gesammelt und geteilt, was die LehreR, PädagogeN, ForscheR und weitere eLearning-Interessierte ausprobieren, beschäftigt, und vorwärts bringt. Und obwohl vmtl von den Mitgliedern niemand auf diese zentrale Sammel- und Austauschstelle verzichten möchte, so ist sie doch für die persönliche Lehrentwicklung nicht vollkommen ausreichend. So stellten einige Norwegische Lehrer einfach fest, dass sie noch kein systematisches/professionelles Prozedere haben, um aus ihrem eigenen Unterricht Elementares herauszuziehen und auf die Weiterentwicklung ihrer eigenen (und anderer) Unterrichtsqualität mit digitalen Medien  anzuwenden. Diese LuL scheinen mittlerweile ihren Fokus nicht nur auf verschiedene Tools sondern auch auf eine übergreifende Methode für ihre Unterrichtsentwicklung zu richten. Bei Methode muss ich dann an digitalen WorkFLOW denken. So ein WorkFLOW ist schließlich eine Kombi aus Tools und Methode.

Ich muss aber auch an  Baron Münchhausen denken. In einer seiner Geschichten beschreibt er, wie er sich selbst samt seinem Pferd am eigenen Schopf aus dem Sumpf zieht. Für mich ein kunstvoll verpacktes Bild dafür, wie man z.B. durch Selbstreflexion aus seinem eigenen Tun lernen kann.

Nebeninfo: Unter dem englischen Begriff Bootstrapping gibt es einige Wissenschaften, die für ihren Bereich Methoden formalisiert oder beschrieben haben.

Perpektiven

Was hat das alles mit der Tool-Database zu tun? Nun, mit diesen Gedanken im Hintergrund frage ich mich, wie hilfreich eine TOOL-Database (also eine Art Tool-Liste mit hinterlegten Links) ist und ob es nicht auch anders ginge. Wenn man die Perspektive ein wenig verändert, würde man z.B. nicht die Tools als Ausgangspunkt nehmen sondern etwas anderes. Man könnte sich überlegen, ob man z.B. nach „Kategorien im Workflow“ einteilt. Etwa in

  • Kommunikation mit Kollegen/Eltern/SuS etc
  • Unterrichtsplanung
  • Unterricht (mit Unterkategorien) / Lernprozesse
  • Nachbereitung
  • Beurteilung
  • Feedback
  • usw. (so ähnlich oder ganz anders)

Ob und wie sinnvoll die genannten Kategorien sind, darüber müsste man eben diskutieren. Momentan habe ich nur so ein Gefühl, dass es vielleicht hilfreich sein könnte, eine Aufgabe/Tätigkeit als Startpunkt zu nehmen anstatt ein Tool. Schließlich kann ich mit ein und dem selben Tool oft verschiedene Dinge tun. So ist das digital erweiterte Notizbuch EVERNOTE ja ein Allrounder. Während ich es derzeit meist nur noch zu Mitschriften nutze, habe ich es mit Kolleginnen schon als kollaboratives getting-things-done Tool benutzt (und darauf sind wir echt stolz :-)). Andere wiederum nutzen es zur Unterrichtsvorbereitung oder auch -dokumentation. Interessant wäre bei einer Toolliste natürlich eine Metainformation über ein Tool zu erhalten à la

  • „Evernote kann für Planung, Doku, Nachbereitung und Organisation so und so genutzt werden“, während es bei
  • „Dropbox kann als geteilter Materialienspeicher genutzt werden“ heißt (oder so ähnlich oder ganz anders).

Die Tools in so einen Rahmen zu verpacken ist vielleicht auch für bisher nicht so digital-affine LuL interessanter als eine Liste mit (noch nichts sagenden) Tool-Namen zu erhalten. So könnte man z.B. folgenden verlinkten Beitrag in „Beurteilung > Notenverwaltung“ (mit Excel) eingepflegen. Zudem könnten auch Beiträge gesammelt werden, die ganz analog ausgeführt werden. So hat @lammatini z.B. gerade diese Woche eine schöne Möglichkeit beschrieben, wie sie durch analoge Portfolioarbeit das Feedback an und die Selbstreflexion bei SuS verändert. So eine Beschreibung könnte in eine Kategorie „Unterricht > Feedback“ platziert werden mit Hinweis „analog“ (oder so ähnlich oder ganz anders).

Die technische Umsetzung?

Vielleicht ein Blog oder auch Wiki oder ein springpad oder doch besser ein visueller organisierendes Tool? Vielleicht müsste man sich erst noch mehr Gedanken über die Struktur und das Benutzen der Inhalte machen, bevor man sich auf ein Tool festlegt?

Falls jemand die „F9: „Hausaufgabe“ (freiwillig!): Veröffentliche im Lauf der Woche eine Vorstellung deines Lieblingstools (Blog, Podcast, Video…) #edchatde (AS/TL)“ macht oder schon vor langer Zeit gemacht hat, kann er/sie ja mal schauen, in welche „Tätigkeitskategorie“ im Workflow man die Toolvorstellung stecken könnte bzw. in welche er/sie ohnehin schon platziert hat.

Danke an die Diskussion im #EDchatDE, die mich zu diesen Überlegungen gebracht hat. Vielleicht finden das Thema auch andere spannend?